Produkte
Handlungsbedarf bei AWV-Meldung in Deutschland: Neue Schwellen und Formulare

Mit dem Inkrafttreten der Änderungen der deutschen Aussenwirtschaftsverordnung (AWV) im Januar 2025 rückt ein Thema verstärkt in den Fokus, das für viele Kapitalverwaltungsgesellschaften, Asset Manager und Finanzdienstleister in Deutschland operativ hochrelevant ist: die AWV-Meldung. Was bisher vielfach als formale Pflicht wahrgenommen wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem anspruchsvollen Meldeprozess mit klaren Anforderungen an Datenqualität, Prozesse und Systeme.
Die jüngste Novelle der Aussenwirtschaftsverordnung bringt mehrere tiefgreifende Anpassungen mit sich. Zentrale Elemente sind die Anhebung der bisherigen Meldeschwellen sowie die Vereinheitlichung der Meldefristen, was zwar zu einer Entlastung führen kann, gleichzeitig aber eine saubere und konsistente Datenbasis voraussetzt. Neu eingeführt werden zudem spezifische Kennzahlen für Kryptowerte, womit der regulatorische Rahmen an aktuelle Markt- und Produktentwicklungen angepasst wird.
Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die technische Umsetzung: Bestehende AWV-Formulare können nur noch bis Sommer 2026 genutzt werden. In Zukunft müssen Meldungen zwingend über neue Erhebungsschaubilder und XML-Schemata erfolgen, welche die bisherigen Formate vollständig ablösen. Diese Umstellung erfordert nicht nur Anpassungen auf Systemebene, sondern auch ein Umdenken in den internen Meldeprozessen. Zudem werden Angaben zu den Kenngrössen eines Konzerns – darunter Bilanzsumme, Jahresumsatz und Anzahl der Beschäftigten – nun zu verpflichtenden Meldefeldern. Damit steigen sowohl der Umfang als auch die Komplexität der zu meldenden Informationen spürbar.
Konkreter Handlungsbedarf für betroffene Kunden
Für betroffene Unternehmen in Deutschland ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Prozesse, Verantwortlichkeiten und Systeme müssen frühzeitig überprüft und angepasst werden. Mit XENTIS bietet Profidata eine innovative Lösung, die meldepflichtige Transaktionen strukturiert erfasst, relevante Kennzahlen konsistent ableitet und die Grundlage für eine regelkonforme und zukunftssichere AWV-Meldung schafft – inklusive der Vorbereitung auf neue XML-Formate. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf technischer Abbildung, sondern auf der sauberen Einbettung der Meldepflichten in bestehende Governance- und Reporting-Strukturen.
«Viele Marktteilnehmer unterschätzen den Aufwand, der mit der Umstellung auf die neuen XML-Schemas verbunden ist. Wer sich jetzt nicht strukturiert vorbereitet, riskiert Engpässe kurz vor Ablauf der Übergangsfrist», erklärt Philipp Mosel, Business Analyst und Product Manager Reporting bei Profidata. Insbesondere dort, wo AWV-Meldungen heute noch manuell oder teilautomatisiert erstellt werden, steige laut Mosel das Risiko von Medienbrüchen, fehlerhaften Meldungen oder Fristüberschreitungen.
«Wer sich jetzt nicht strukturiert vorbereitet, riskiert Engpässe kurz vor Ablauf der Übergangsfrist.»
Die neuen AWV-Vorgaben erhöhen den Druck, bieten aber zugleich die Chance, bestehende Meldeprozesse zu professionalisieren und langfristig effizienter aufzustellen. Wer frühzeitig handelt, gewinnt Planungssicherheit, reduziert operative Risiken und schafft Transparenz gegenüber Aufsicht und internen Stakeholdern.
Möchten Sie wissen, wie Sie Ihre AWV-Meldungen zukunftssicher aufstellen können? Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Analyse Ihrer aktuellen Prozesse und der Umsetzung der neuen Anforderungen. Unser Anspruch ist es, regulatorische Anforderungen nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in Systeme und Prozesse zu integrieren, damit sie im Tagesgeschäft verlässlich und effizient funktionieren.
Sprechen Sie mit unseren Experten
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre AWV-Meldeprozesse frühzeitig an die neuen Anforderungen anpassen und regulatorische Sicherheit gewährleisten.
Beratung vereinbaren