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Lea Camenisch verstärkt die Geschäftsführung

Lea Camenisch Profidata

Als Group CFO und Mitglied der Geschäftsführung bringt Lea Camenisch eine neue Perspektive in das Unternehmen ein: Finance als strategischer Wegweiser und Treiber von Zukunftsfähigkeit.

In einem Markt, der von regulatorischer Dynamik, technologischer Entwicklung und steigenden Kundenerwartungen geprägt ist, wird eines immer wichtiger: finanzielle Stabilität als Grundlage für langfristige Investitionen, verlässliche Partnerschaften und nachhaltiges Wachstum.

Im Interview spricht Lea Camenisch, die bereits seit zwei Jahren bei Profidata tätig ist, über ihren Führungsstil als Group CFO und die internationale Zusammenarbeit bei Profidata. Darüber hinaus erläutert sie die Vorteile eines inhabergeführten Unternehmens und die zukunftsgerichtete Rolle von Finance und Controlling.

 

 

Lea, du bist seit Januar 2026 als Group CFO und Mitglied der Geschäftsführung tätig. Was bedeutet das für unsere Kunden?

Für unsere Kunden ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir finanziell gut aufgestellt sind. Eine stabile wirtschaftliche Basis schafft die Voraussetzung dafür, dass wir langfristig in neue Produkte, neue Technologien, Sicherheit, Qualität und unsere Mitarbeitenden investieren können. Gerade in unserem Umfeld gilt: Wer Innovation und Weiterentwicklung nicht aktiv gestaltet, verliert an Wettbewerbsfähigkeit.

 

Welche strategischen Schwerpunkte sind mit deiner Rolle verbunden?

Meine Aufgabe besteht unter anderem darin, den Blick noch stärker nach vorne zu richten: Kontrollaspekte so zu etablieren, dass wir Risiken früh erkennen, Investitionen gezielt steuern und strategisch planen können. Die Finanzabteilung ist heute nicht mehr nur ein «Rückspiegel», sondern arbeitet deutlich zukunftsorientierter.

Bei Profidata sehe ich zusätzlich Potenzial, Prozesse weiter zu digitalisieren und auf moderne Standards zu bringen, wovon letztlich auch unsere Kunden profitieren. Als inhabergeführtes Unternehmen sind wir hier unabhängiger als viele Mitbewerber, was uns einen entscheidenden Vorteil verschafft. Das zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch in unserer Fähigkeit, verlässlich zu liefern, Roadmaps umzusetzen und nicht bei jeder Marktbewegung hektisch zu reagieren.

 

Du betonst die Inhaberführung als Vorteil. Warum ist das aus deiner Sicht ein starkes Argument – auch gegenüber Kunden?

Weil es Vertrauen schafft. Wir haben keine externen Investoren im Hintergrund, die in kurzer Zeit eine möglichst hohe EBITDA-Marge verlangen oder Entscheidungen rein renditegetrieben steuern. Das bedeutet: Wir können langfristiger denken und konsequent Gewinne in das Unternehmen reinvestieren – gerade auch dann, wenn es strategisch sinnvoll ist. Das ist in der Philosophie von Profidata stark verankert.

Unser Unternehmensgründer Christian Widmer betont immer wieder, dass wir nur mit Investitionen langfristig weiterkommen. Für unsere Kundschaft ist das ein wichtiges Signal: Profidata bleibt stabil, verlässlich und zukunftsfähig, weil wir strategische Entscheidungen nicht von kurzfristigen Renditezielen abhängig machen. Gleichzeitig müssen wir uns solide aufstellen, diese Investitionsfähigkeit dauerhaft sichern und vorausschauend steuern.

 

Welche konkreten Vorteile ergeben sich aus der inhabergeführten Struktur für deine Arbeit als CFO?

Vor allem die kurzen Entscheidungswege sind in dieser Form nicht selbstverständlich. Der Inhaber vertraut der Geschäftsleitung und kennt unseren CEO Roger Wildi seit mehr als 30 Jahren. Das macht die interne Kommunikation schnell und gleichzeitig effizient, weil nicht jedes Detail unnötig viele Instanzen durchlaufen muss.

Hinzu kommt die klare Nachfolgeregelung. Mit unserem Group CEO Marc Widmer ist die Kontinuität gesichert – und das reduziert das Risiko, dass das Unternehmen plötzlich vollständig neu ausgerichtet oder verkauft wird. Für unsere Kunden ist diese Planbarkeit ein echtes Plus.

 

Worauf kommt es deiner Meinung nach an, damit Wachstum bei Profidata nachhaltig bleibt?

Da kommen wir wieder zur Philosophie von Profidata: Wachstum ist zwar wichtig, aber nicht um jeden Preis. Es geht nicht darum, möglichst schnell gross zu werden oder rein über die Präsenz in möglichst vielen Ländern zu wachsen. Wir analysieren zuerst genau, was Sinn ergibt – strategisch, organisatorisch und kulturell. Das gilt auch mit Blick auf unsere Auslandsgesellschaften.

Manchmal wächst man talentbasiert und nicht kundenbasiert, weil Kompetenzen langfristig die Basis für neue Märkte bilden. Und manchmal analysiert man kundenseitig, wo Potenziale liegen. Entscheidend ist aus meiner Sicht die Kombination aus Analyse und Mut: Man braucht die nötigen Investitionsspielräume, um in einem neuen Markt mutig zu sein. Am Anfang fallen Kosten an, man kann Szenarien rechnen, aber es gibt keinen garantierten Return on Investment. Trotzdem kann es strategisch richtig sein, diesen Schritt zu gehen. Ich würde sagen: Profidata ist hier durchaus mutig und genau das ist enorm wichtig.

 

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für dich als CFO?

Früher hat man Unternehmenskultur oft als HR-Thema betrachtet. Heute ist auch in Finance klar angekommen, dass ein gutes Arbeitsklima direkte Auswirkungen auf Qualität, Zusammenarbeit und langfristigen Erfolg hat, obwohl dies nicht direkt messbar ist. Es ist aus meiner Sicht wichtiger denn je, dass abteilungsübergreifend enge Verbindungen bestehen.

Eine offene Unternehmenskultur ist für mich entscheidend: Je transparenter der Austausch, desto früher erkennen wir Risiken und Potenziale. Wenn Finance früh eingebunden ist, können wir nicht nur Zahlen liefern, sondern Orientierung geben – operativ wie strategisch.

«Je transparenter der Austausch, desto früher erkennen wir Risiken und Potenziale. Wenn Finance früh eingebunden ist, können wir nicht nur Zahlen liefern, sondern Orientierung geben – operativ wie strategisch.»

Lea Camenisch, Group CFO und Mitglied der Geschäftsführung bei Profidata

Kannst du darauf genauer eingehen?

Profidata investiert bewusst in die Unternehmenskultur, beispielsweise durch Veranstaltungen oder Teambuilding-Formate wie unser Proficamp, aber auch durch gelebte Prinzipien im Alltag. Ein Beispiel ist, dass unsere Mitarbeitenden überwiegend im Office sind. Das schafft Begegnungen, stärkt Vertrauen und ermöglicht Gespräche, die in digitalen Calls oft gar nicht stattfinden würden – auf dem Flur oder in der Cafeteria. Das sorgt für einen starken bereichsübergreifenden Austausch, der meiner Meinung nach bei Profidata besonders gut funktioniert. 

Dadurch erkennt man auch Problemstellungen viel früher und kann proaktiv reagieren: eine Idee einbringen, eine Lösung vorschlagen, unterstützen, bevor etwas kritisch wird. Diese Erfahrung habe ich besonders während der Corona-Pandemie in meiner damaligen Rolle gemacht: Die kleinen, informellen Interaktionen sind weggefallen, und oft konnte man nicht frühzeitig eingreifen, weil sich Herausforderungen im Verborgenen aufgebaut haben. Wurden sie schliesslich sichtbar, waren sie häufig bereits deutlich grösser.

 

Was erlebst du bei Profidata als besonders bereichsübergreifend – hast du konkrete Beispiele?

In der Geschäftsführung sind verschiedene Perspektiven vertreten, von Development bis Finance. Dadurch verknüpft man die Bereiche besser, ordnet Dinge anders ein und kann strukturelle Themen besser im Gesamtkontext betrachten. Ein sehr konkretes Beispiel aus dem Alltag, das ich persönlich richtig cool finde, sind unsere wöchentlichen Sporteinheiten. Hier kommen Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, ganz unabhängig von Funktion oder Hierarchie. Natürlich spricht man über Trainingsziele und Freizeit, aber eben auch ganz ungezwungen über Business-Themen. Genau dieser informelle Rahmen senkt die Hemmschwelle, auf Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen zuzugehen.

 

Die Profidata Group hat Niederlassungen in sechs Ländern. Was sind deine Prioritäten auf Gruppenebene?

Ich möchte die finanziellen Strukturen auf Gruppenebene stärker vereinheitlichen und unsere Prozesse effizienter gestalten. Durch klare Vorgaben und einen transparenten Austausch mit unseren Tochtergesellschaften abraxas, itechx und Arkus schaffen wir eine hohe Transparenz und Vergleichbarkeit der Zahlen. Das spart auch enorm viel Zeit und verbessert gleichzeitig die Qualität des Austauschs. Wenn ich Zahlen anschaue, weiss ich schneller, was sie bedeuten, und kann gezielter Feedback geben.

 

Welche Rolle spielen dabei Automatisierung und KI?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere internen Prozesse stärker zu automatisieren und auf moderne Standards zu bringen. Ja, wir haben auch AI-basierte Neuerungen im Blick. Das schafft Kapazität, weil repetitive Aufgaben reduziert werden. Diese Zeit kann man dann in Analyse, Steuerung und strategische Themen investieren.

Am Ende geht es darum, Prozesse zu vereinfachen und eine Datenbasis zu schaffen, auf der Analysen möglich sind, damit die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat schneller fundierte Entscheidungen treffen können. Wir haben mehrere Auslandsgesellschaften, die separat rapportieren. Hier gilt: Standardisierung schafft Geschwindigkeit.

 

Die Gruppe will weiter wachsen. Was sind die grössten Herausforderungen?

Abgesehen von den wirtschaftlichen Herausforderungen sind unsere Strukturen teils historisch gewachsen. Deshalb müssen wir organisatorisch so aufgestellt sein, dass Wachstum keinen unnötigen administrativen Aufwand erzeugt. Und ein anderes grosses Thema ist die Kultur: Gerade über verschiedene Standorte, Länder, Kulturen und Rechtsgrundlagen hinweg sieht man sich weniger persönlich. Trotzdem wollen wir sicherstellen, dass unsere Teams im Ausland unsere Kultur spüren – dass Mitarbeitende wertgeschätzt werden und merken, dass jeder einzelne Mensch wichtig ist. Das ist anspruchsvoll, aber lösbar – gerade weil Profidata eben nicht Wachstum um jeden Preis verfolgt.

 

Wie würdest du deinen Führungsstil beschreiben?

Gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen stehen für mich im Zentrum. Ich möchte nicht micromanagen, sondern meinen Kolleginnen und Kollegen möglichst viel Spielraum geben. Gleichzeitig ist mir wichtig, individuell zu führen: Für einige sind klare Strukturen und Vorgaben entscheidend, um sich wohlzufühlen. Andere arbeiten freier und setzen sich Abläufe und Grenzen lieber selbst. Ich versuche, das zu erkennen und meine Mitarbeitenden so zu unterstützen, wie sie es brauchen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der offene Austausch. Mein Team ist gut vernetzt, aber ich möchte aktiv fördern, dass relevante Themen in unseren regelmässigen Meetings eingebracht werden. Es geht darum, Problemstellungen offen anzusprechen und Lösungen gemeinsam zu diskutieren. So wollen wir das klassische «Silodenken» vermeiden, oder um es auf Schweizer Art auszudrücken, das «Gärtlidenken». 

 

Wie bleibst du persönlich in anspruchsvollen Phasen klar und fokussiert?

Wahrscheinlich anders, als man es von einem CFO erwarten würde: extrem strukturiert sein, alles genau priorisieren, strikte Fokuszeiten einhalten und keine Störungen zulassen – das bin ich nicht. Für mich ist entscheidend, den Kopf zwischendurch zu durchlüften und dann wieder fokussiert an den Arbeitsplatz zurückzukommen. Das kann ein Kaffee mit Kolleginnen und Kollegen sein oder ein ausgedehntes Joggen über Mittag oder am Abend. Sport hilft enorm, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Natürlich habe ich Deadlines und gewisse Strukturen. Aber wenn es zu stressig wird, hilft mir Humor am meisten: einmal laut lachen, kurz resetten, durchatmen und dann neue Lösungen finden.

 

Und ausserhalb der Arbeit: Was gibt dir Energie, was ist dir in deiner Freizeit wichtig?

Sport ist ein grosser Ausgleich: Fitness, Kickboxen oder Laufen. Im Sommer zieht es mich zudem in die Berge. Gleichzeitig brauche ich Kreativität als Gegenpol: Ich arbeite künstlerisch mit Beton, Holz, Kunstharz oder Acrylfarben. Das gibt mir enorm viel, weil ich komplett ohne Vorgaben arbeiten kann. Und ich liebe gutes Essen. Am liebsten treffe ich Freunde zum Brunch oder zu einem langen Abendessen – gemeinsam essen, austauschen und den Moment geniessen, das bedeutet für mich echte Lebensqualität.

 

Zum Schluss: Gibt es eine Botschaft, die dir besonders wichtig ist – etwas, das wir unbedingt mitnehmen sollen?

Viele Unternehmen unterschätzen den Wandel in der Finanzabteilung. Finance schaut nach vorne, unterstützt Strategien und macht strategiebasierte Auswertungen, damit man Ziele nicht nur formulieren, sondern auch verfolgen kann. Es geht darum, abteilungsübergreifend Stärken und Schwachstellen sichtbar zu machen, gemeinsam besser zu werden und den richtigen Kurs beizubehalten oder bei Bedarf anzupassen. Als Group CFO sehe ich Finance als einen lebenden, pulsierenden Bereich, der überall mit reingehört. Wenn man es richtig angeht, entsteht ein Zusammenspiel aus Stabilität, Zusammenarbeit und Flexibilität. Das macht Profidata stark – und zukunftssicher.

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