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Neue EU-Regulierung: Darum sind Liquidity Management Tools jetzt relevant

Die bevorstehenden regulatorischen Anforderungen machen deutlich, dass Liquidity Management Tools kein Randthema mehr sind: Sie entwickeln sich zu einem zentralen Bestandteil der Fondsgovernance und des Risikomanagements.
Für Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen stellt sich weniger die Frage, ob sie sich mit Liquidity Management Tools (LMT) beschäftigen müssen, sondern wie frühzeitig und wie strukturiert der Prozess gestaltet wird. Alle Liquidity Management Tools verfolgen das gleiche Ziel: Liquiditätsrisiken zu steuern und negative Effekte für verbleibende Anleger zu begrenzen. In ihrer Wirkung, Eingriffstiefe und operativen Umsetzung unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Umso wichtiger ist eine fundierte Auswahl und Kombination – abgestimmt auf Produkt, Anlegerkreis und Marktsituation.
Genau an dieser Stelle setzt Profidata an: Mit XENTIS bieten wir eine Investment Management Software an, die Liquidity Management Tools nicht isoliert betrachtet, sondern als integrierten Bestandteil der Fondssteuerung versteht. Der modulare Aufbau erlaubt es, unterschiedliche LMT‑Bausteine flexibel zu kombinieren und in bestehende Abläufe einzubetten – abgestimmt auf Fondsstruktur, Anlagestrategie und regulatorische Anforderungen.
Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Abbildung einzelner Instrumente, sondern die Verbindung von Systemfunktionalität mit Umsetzungskompetenz. Bei Profidata unterstützen wir unsere Kunden dabei, Liquidity Management Tools in klar definierte Prozesse, Governance‑Strukturen und Entscheidungslogiken zu überführen – und sie konsistent zwischen KVG und Verwahrstelle abzubilden.
Neue regulatorische Pflichten ab April 2026
Nach aktuellem Stand wird erwartet, dass es für AIFMs und OGAWs ab April 2026 verpflichtend ist, mindestens zwei geeignete Liquidity Management Tools anzuwenden. Die Auswahl dieser Instrumente liegt in der Verantwortung der KVG. Sie muss die eingesetzten LMT transparent im Verkaufsprospekt ausweisen und in eine klare Governance‑Struktur einbetten. Verwahrstellen wiederum sind gefordert, diese Mechanismen systemseitig abzubilden und im Tagesgeschäft zuverlässig zu unterstützen. Damit ist klar: Liquidity Management wird von einer regulatorischen Pflichtaufgabe zu einem strategischen Thema – mit direkten Auswirkungen auf Prozesse, Systeme und Organisationsstrukturen.
Der regulatorische Rahmen sieht derzeit neun Liquidity Management Tools vor. Dazu zählen unter anderem die Aussetzung von Anteilszeichnungen und ‑rücknahmen, Redemption Gates, Rückgabefristen, Rücknahmegebühren, Side Pockets oder Rücknahmen gegen Sachausschüttung. Ergänzt werden diese Instrumente durch preissetzende Mechanismen wie Dual Pricing oder den Schutz vor Verwässerungseffekten.
Unter den verfügbaren Instrumenten nimmt Swing Pricing eine besondere Stellung ein: Hier wird der Nettoinventarwert eines Fonds abhängig von Nettozuflüssen oder ‑abflüssen angepasst. Dabei werden Transaktions‑ und Liquiditätskosten über sogenannte Swing‑Faktoren berücksichtigt. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Anleger, die durch ihre Zeichnungen oder Rückgaben Liquiditätsbewegungen auslösen, tragen die entstehenden Kosten selbst. Verwässerungseffekte zulasten langfristig investierter Anleger werden reduziert und die Transparenz der Fondsbewertung erhöht.
Swing Pricing ist bereits bei vielen XENTIS Kunden erfolgreich im Einsatz. Die Umsetzung erfolgt über klar definierte Geschäftsarten, Kennzahlen und FINAL‑Logiken, die eine revisionssichere und transparente Berechnung ermöglichen.
Governance, Transparenz und operative Steuerung
Durch die neuen Anforderungen sind klare Entscheidungswege und dokumentierte Schwellenwerte gefordert – und eine konsistente Umsetzung im Systemverbund aller beteiligten Parteien. Dazu gehört auch die Fähigkeit, LMT bei Bedarf auszulösen, ihre Anwendung zu überwachen und gegenüber Aufsicht und Anlegern nachvollziehbar darzustellen. Hier zeigt sich der Mehrwert eines integrierten Systemansatzes. In XENTIS lassen sich LMT‑relevante Prüfungen, Business Rules und Schnittstellen so gestalten, dass Governance‑Vorgaben und operative Abläufe ineinandergreifen. Liquidity Management wird damit zu einem steuerbaren, transparenten Bestandteil der Fondsführung.
Fazit: Jetzt handeln und neue Potenziale erschliessen
Die neuen EU‑regulatorischen Vorgaben machen deutlich: Liquidity Management Tools entwickeln sich zu einem zentralen Element der Fondsgovernance. Wer frühzeitig handelt, schafft nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern stärkt auch die operative Steuerungsfähigkeit und das Vertrauen der Anleger. Mit XENTIS und der Umsetzungskompetenz von Profidata lassen sich regulatorische Anforderungen in praxistaugliche Lösungen überführen. Die EU-Regulierung setzt den Rahmen – und die Qualität der Umsetzung entscheidet über den langfristigen Erfolg.
Wollen Sie mehr erfahren? Unser Experte Ingo Zickmann steht Ihnen bei Fragen zu Liquidity Management Tools und deren Umsetzung gerne für einen persönlichen Austausch zur Verfügung.
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