Alternative Investments Software für Private Markets

Eine Alternative Investments Software ist das Gegenstück zum klassischen Portfoliosystem: Sie arbeitet nicht mit täglichen Börsenkursen, sondern mit Commitments, Kapitalabrufen über Jahre, Ausschüttungen und zeitverzögerten Bewertungen. Für Private Equity, Private Debt, Immobilien und Infrastruktur führt die Software diese Daten auf Positionsebene zusammen und macht die Performance mit Kennzahlen wie IRR und TVPI messbar. XENTIS von Profidata leistet das in derselben Plattform, in der auch liquide Anlagen, Investment Compliance und Buchhaltung laufen.

Strukturierte Prozesse

Alternative Investments Software für Ihren Bereich


Private Markets sind erwachsen geworden – und mit ihnen die Ansprüche an ihre Verwaltung. Beteiligungen bleiben länger im Portfolio, nach dem Global Private Markets Report 2026 von McKinsey inzwischen durchschnittlich 6,6 Jahre. Investoren achten stärker auf tatsächlich zurückgeflossenes Kapital. Und in Deutschland hat das Fondsrisikobegrenzungsgesetz die Kreditvergabe durch Fonds seit dem 16. April 2026 neu geordnet. Wer heute alternative Anlagen verwaltet, braucht deshalb vor allem eines: eine Datenbasis, auf die sich Prüfer, Aufsicht und Anleger gleichermassen verlassen können.

Alternative Investments erfordern massgeschneiderte Prozesse für Verwaltung, Bewertung und Reporting. Wir bieten Ihnen ein spezialisiertes Modul für Private Equity, Private Debt, Real Estate und Krypto-Anlagen, das eine vollständige Erfassung, Strukturierung und Automatisierung gewährleistet. Unsere Alternative Investments Software bildet mit Asset-Templates und integrierter Commitment-Verwaltung sämtliche Kapitalabrufe, Rückflüsse und Bereitstellungszinsen effizient ab. Alternative Investments lassen sich so in derselben Asset Management Software führen wie Aktien, Anleihen und Fonds.

Fachlich geprüft von Zoran Sucic, Senior Business Analyst bei Profidata · Aktualisiert am 1. Oktober 2026

Was eine Alternative Investments Software leisten muss


Eine professionelle Software für Alternative Investments muss die Eigenheiten illiquider Anlagen beherrschen, die in klassischen Portfoliosystemen fehlen. Entscheidend sind sechs Fähigkeiten:

  • Bewertung auf Positionsebene: Werte, die der General Partner meldet, werden direkt an der Position erfasst und über definierte Preisregeln einheitlich verarbeitet.
  • Commitment-Management: Zusagen, Kapitalabrufe, Ausschüttungen und Commitment-Zinsen laufen automatisiert und nachvollziehbar.
  • Flexible NAV-Berechnung: Wertveränderungen durch Abrufe, Rückzahlungen oder verspätete Bewertungsberichte fliessen korrekt und auch rückwirkend in den NAV ein.
  • Private-Markets-Kennzahlen: IRR, TVPI und RVPI werden aus denselben Daten berechnet, die auch Buchhaltung und Reporting nutzen.
  • Investment Compliance: Anlagegrenzen, Leverage-Vorgaben und Stresstests gelten für illiquide Anlagen genauso wie für Aktien und Anleihen.
  • Regelkonforme Buchhaltung: Parallele Rechnungslegung nach IFRS, HGB und Swiss GAAP FER, ohne Datenübertragung zwischen Systemen.

Private Equity und Private Debt kennen keine Börsenkurse. Jeder General Partner berichtet in eigenem Format und eigenem Rhythmus, und selten sind die Angaben für alle beteiligten Fonds einheitlich. XENTIS erfasst die gemeldeten Werte deshalb direkt auf Positionsebene und leitet daraus über hinterlegte Preisregeln eine konsistente Bewertung ab.

Verändert ein Kapitalabruf, eine Rückzahlung oder ein nachgereichter Bewertungsbericht den Wert einer Position, erkennt das System die Anpassung und korrigiert sie systemgesteuert. Rückwirkende Änderungen von Marktwerten sind vollständig integriert. So entfällt die manuelle Nachbearbeitung, die in tabellenbasierten Prozessen die häufigste Fehlerquelle ist.

Das Herzstück jeder Private-Markets-Verwaltung ist das Commitment. XENTIS bildet Zusagen, Kapitalabrufe, Ausschüttungen und Commitment-Zinsen über konfigurierbare Asset-Templates ab, sodass auch unterschiedliche Vertragsmodelle einheitlich verarbeitet werden. Die Cashflows werden automatisch mit Buchhaltung und Depotbeständen abgestimmt.

Für Fondsadministratoren bedeutet das eine durchgängige Kette: Die Fondsadministration in XENTIS berechnet den NAV mehrstufig, verwaltet Anteilklassen und bildet Master-Feeder-, Umbrella- und Dachfondsstrukturen ab, einschliesslich der Kapitalzusagen von Investoren in Private-Equity- und Immobilienfonds.

Mit dem Fondsrisikobegrenzungsgesetz (FRiG) hat Deutschland die europäische AIFMD II eins zu eins umgesetzt; es trat im Wesentlichen am 16. April 2026 in Kraft. Kreditvergebende AIF dürfen grundsätzlich nur geschlossen aufgelegt werden. Die Leverage ist bei offenen AIF auf 175 Prozent und bei geschlossenen auf 300 Prozent begrenzt, und offene Fonds müssen mindestens zwei Liquiditätsmanagementinstrumente wählen. Für Kredite, die vor dem 15. April 2024 vergeben wurden, gilt eine Übergangsfrist bis zum 16. April 2029. Die erweiterten Meldepflichten folgen ab dem 16. April 2027.

Parallel öffnet das Standortfördergesetz seit Februar 2026 offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen für Beteiligungen an geschlossenen Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds sowie an ELTIFs. Für viele KVGs werden alternative Anlagen damit vom Randthema zum Tagesgeschäft. Profidata hat die Abbildung von Private Debt in XENTIS mit dem jüngsten Release für Alternative Investments gezielt weiterentwickelt, einschliesslich variabel verzinster Instrumente wie Floating Rate Loans.

Bei Private Markets zählt nicht nur die Wertentwicklung, sondern auch, wie viel Kapital tatsächlich zurückgeflossen ist. In der jährlichen McKinsey-Umfrage unter 300 institutionellen Investoren bezeichnen 54 Prozent den DPI als kritisch oder sehr kritisch; er steht damit gleichauf mit dem MOIC auf Platz zwei hinter dem IRR.

IRR (Internal Rate of Return): Die IRR misst die zeitgewichtete Rendite unter Berücksichtigung aller Cashflows. Sie ist die Leitkennzahl für den Vergleich von Managern und Jahrgängen.

TVPI (Total Value to Paid-In): Der TVPI setzt den Gesamtwert aus Ausschüttungen und Restwert ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. Er zeigt die Wertschöpfung insgesamt, realisiert und unrealisiert.

RVPI (Residual Value to Paid-In): Der RVPI setzt den noch nicht realisierten Restwert ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. Er zeigt, wie viel Wert noch im Portfolio gebunden ist.

DPI (Distributions to Paid-In): Der DPI setzt das ausgeschüttete Kapital ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. Er misst die tatsächlich erzielte Liquidität.

Betrieb in der Private Cloud oder On-Premise


XENTIS läuft wahlweise in der ISAE-zertifizierten Private Cloud von Profidata oder On-Premise im eigenen Rechenzentrum. Mit den Managed Business Services übernimmt Profidata auf Wunsch auch Stamm- und Kursdatenpflege, Investment Compliance und Reporting. Neue Funktionen für alternative Anlagen erscheinen im monatlichen Release-Rhythmus.

Profidata entwickelt seit 1985 Software und gehört zu den führenden Anbietern im Bereich Investment Management Software. Das inhabergeführte Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich beschäftigt rund 240 Mitarbeitende an Standorten in Frankfurt, Luxemburg, London und weiteren europäischen Städten.

Unverbindliche Beratung

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Ihre Vorteile

Integrierte Plattform oder Speziallösung?

Speziallösung nur für Private Markets

Integrierte Plattform (XENTIS)

Getrennte Datenhaltung
Private-Markets-Daten liegen in einem eigenen System neben dem Portfoliosystem.
Eine gemeinsame Datenbasis
Alle Anlageklassen liegen auf derselben revisionssicheren Datenbasis.
Risiko über Umwege
Look-Through und Gesamtrisiko entstehen erst über Schnittstellen und Abgleiche.
Gesamtrisiko im selben System
IBOR und Look-Through zeigen das Risiko über alle Anlagen direkt.
Getrennte Anlagegrenzen
Illiquide Anlagen werden oft ausserhalb der liquiden Compliance geprüft.
Durchgängige Compliance
Pre- und Post-Trade-Prüfungen gelten für alle Anlagen gleichermassen.
Buchhaltung per Export
Daten müssen an ein separates Buchhaltungssystem übergeben werden.
Integrierte Rechnungslegung
XENTIS bucht parallel nach IFRS, HGB und Swiss GAAP FER.
Reporting mit Vorlauf
Vor jedem Stichtag müssen Daten aus mehreren Quellen zusammengeführt werden.
Reporting aus einer Quelle
AIFMD-, Solvency-II- und EMIR-Meldungen entstehen aus denselben Daten.
Stark im Deal-Geschäft
Speziallösungen bieten tiefe Funktionen für Deals und Fundraising von GPs.
Stark in der Kontrolle
XENTIS bietet Verwaltern und Verwahrstellen Konsistenz und Revisionssicherheit.

Für wen sich XENTIS eignet


XENTIS richtet sich an Institutionen, die alternative Anlagen verwalten, verwahren oder beaufsichtigen und dabei hohe Anforderungen an Governance und Revisionssicherheit erfüllen müssen:

  • Kapitalverwaltungsgesellschaften und Service-KVGs, die Spezial-AIF und ELTIFs mit Private-Equity-, Private-Debt- oder Immobilienanteil administrieren.
  • Fondsleitungen in der Schweiz und in Liechtenstein, die liquide und alternative Anlagen in einem System führen.
  • Verwahrstellen und Depotbanken, die illiquide Vermögenswerte kontrollieren müssen. Im Verwahrstellengeschäft ist Profidata in Deutschland der führende Anbieter.
  • Versicherungen und Pensionskassen, die alternative Anlagen für Kapitalanlagen-Controlling und Solvency-II-Reporting abbilden.

Vorkonfigurierte Compliance-Regelwerke decken die Jurisdiktionen Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Irland ab. Insgesamt verwalten Kunden von Profidata über 50’000 Fonds und Mandate mit einem Investmentvolumen von 4,5 Billionen Euro.

«Ganz klar: XENTIS ist eine One-Platform-Lösung. Traditionelle und Alternative Investments werden in einer Umgebung verwaltet. Das reduziert manuelle Schnittstellen, senkt Fehlerquellen und spart Zeit», sagt Zoran Sucic, Senior Business Analyst bei Profidata, im Interview Alternative Investments im Asset Management.

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Nächster Schritt

In einer persönlichen Demo zeigen unsere Expertinnen und Experten, wie XENTIS Ihre Private-Equity-, Private-Debt- und Immobilienanlagen abbildet, anhand Ihrer eigenen Fondsstrukturen.

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Alternative Investments Software

FAQs

Eine Alternative Investments Software ist eine Plattform für die Verwaltung, Bewertung und Analyse illiquider Anlagen wie Private Equity, Private Debt, Immobilien und Infrastruktur. Sie bildet Commitments, Kapitalabrufe und Ausschüttungen ab, bewertet Positionen anhand der Angaben von General Partnern und berechnet Kennzahlen wie IRR und TVPI. Im Unterschied zu klassischen Portfoliosystemen ist sie auf unregelmässige Bewertungen und lange Laufzeiten ausgelegt.

XENTIS bildet Private Equity, Private Debt, Immobilien und Krypto-Assets ab, zusätzlich zu Aktien, Anleihen, Derivaten und strukturierten Produkten. Alle Anlageklassen liegen auf derselben revisionssicheren Datenbasis. Dadurch lassen sich liquide und illiquide Anlagen gemeinsam steuern, prüfen und berichten, ohne dass Daten zwischen verschiedenen Systemen abgeglichen werden müssen.

Eine professionelle Alternative Investments Software sollte alle zentralen Prozesse rund um alternative Anlageklassen integrieren. Dazu gehören insbesondere:

  • positionsspezifische Kursführung für illiquide Assets
  • flexible Bewertungsmethoden je Fonds und Beteiligung
  • automatisierte Verarbeitung von Kapitalabrufen und Rückflüssen
  • Berechnung relevanter Performance-Kennzahlen
  • konsistentes Reporting über Fonds, Portfolios und Investoren hinweg

Diese Funktionen stellen sicher, dass alternative Investments transparent, skalierbar und revisionssicher verwaltet werden können.

Hinterlegte Preisregeln sorgen für eine einheitliche Bewertung, auch wenn die Berichte der einzelnen Fonds unterschiedlich aufgebaut sind. Wertveränderungen durch Kapitalabrufe, Rückzahlungen oder verspätete Bewertungsberichte erkennt das System automatisch und korrigiert sie, einschliesslich rückwirkender Anpassungen.

In Deutschland setzt das Fondsrisikobegrenzungsgesetz AIFMD II seit dem 16. April 2026 um. Kreditvergebende AIF sind grundsätzlich geschlossen aufzulegen, die Leverage ist bei offenen AIF auf 175 Prozent und bei geschlossenen auf 300 Prozent begrenzt, und offene Fonds brauchen mindestens zwei Liquiditätsmanagementinstrumente. Für vor dem 15. April 2024 vergebene Kredite gilt eine Übergangsfrist bis 2029.

Kennzahlen sind der IRR für die zeitgewichtete Rendite, der TVPI für den Gesamtwert im Verhältnis zum eingezahlten Kapital und der RVPI für den noch nicht realisierten Restwert. XENTIS berechnet diese Kennzahlen aus denselben Daten, die auch Buchhaltung und Reporting verwenden.

Ja. XENTIS ist ein integriertes Investment-Management-System, in dem Portfolio Management, Investment Compliance, Fondsadministration, Buchhaltung und Reporting auf einer gemeinsamen Datenbasis laufen. Alternative Anlagen werden dort wie jede andere Anlageklasse geführt. Look-Through-Analysen zeigen so das Gesamtrisiko eines Portfolios über alle Anlageklassen hinweg.

XENTIS unterstützt die Haupt- und Nebenbuchführung nach IFRS, HGB und Swiss GAAP FER, auch parallel. Die Buchhaltung ist mehrwährungsfähig und erlaubt eine flexible Konsolidierung. Steuerberechnungen, Positionsführung und Hauptbuch sind integriert, sodass alternative Anlagen vom Kapitalabruf bis zum Jahresabschluss durchgängig abgebildet werden.

Ja. XENTIS läuft wahlweise in der ISAE-zertifizierten Private Cloud von Profidata oder On-Premise im eigenen Rechenzentrum. Auf Wunsch übernimmt Profidata zusätzlich den Betrieb sowie fachliche Aufgaben wie Stamm- und Kursdatenpflege, Investment Compliance und Reporting als Managed Business Services.

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